„Historische Vereine haben also, wenn sie sich ihres alten Berufes und Rufes bewußt sind, wenn sie weiter in das Ganze unserer Gesellschaft hineinwirken wollen, wenn sie sich verantwortlich für die Erhaltung unseres Erbes fühlen, nicht nur kulturell bewahrende, sondern eine eminent erzieherische, im allgemeinsten Sinn eine aktuelle politische Aufgabe."

(Karl Bosl)

Geschichtsvereine gehen online!

Selbstbewusstsein ist angesagt - allen Widerständen zum Trotz. Mit vornehmer Zurückhaltung und feinsinnigem Bedauern ist es nicht mehr getan. Die Regionalkultur ist in einem Ausmaß bedroht wie nie zuvor.

Effizienz und Exzellenz - an diesen Schlagwörtern wird die Zukunftsfähigkeit von Wissenschaften, Schulfächern und Bildungsangeboten gemessen. Kurzfristige und zeitnahe Erfolge, messbare und schnell verwertbare Ergebnisse und nicht zuletzt naturwissenschaftliche Aktivitäten genießen dabei Vorrang. Die Geisteswissenschaften geraten ins Hintertreffen und mit ihnen die Landesgeschichte, die Volkskunde und andere „Regionalwissenschaften".

Die daraus resultierenden Folgen können die Geschichtsvereine in Bayern nicht kalt lassen, zerstören sie doch alles, was ehrenamtliches Bemühen in vielen Jahrzehnten hat wachsen lassen. Mit der Demontage der gewachsenen Strukturen regionaler Forschungs- und Bildungsarbeit geht nämlich die Grundlage verloren, auf der Heimat, Region und Land noch ein geistiges Fundament finden können. 

Prof. Dr. Manfred Treml, 1.Vorsitzender